Yasmin und die Eisenbahnstraße

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Deutschland

Yasmin und die Eisenbahnstraße

Reportage  von Dinah Münchow und Stephan Liskowsky

KIKA  2016  25 min

Die elfjährige Yasmin lebt in einer bunten und gefährlichen Straße in Leipzig. Auf der Eisenbahnstraße gibt es Dönerläden, Telecafés, viele Sprachen und auch viel Zoff. Yasmin hat sogar schon eine Schießerei beobachtet und Männer, die andere mit Messern bedrohen. „Angst habe ich keine. Ich habe vor nix Angst.“ Yasmin ist auf der Straße zu Hause.

Hier hängt sie mit Freunden ab, kauft ihren Lieblingsdöner und träumt davon, in einem Musikvideo zu tanzen. 

Der Ruf der Eisenbahnstraße ist ziemlich mies. Vor zwei Jahren zählte die Polizei 365 Fälle, in denen Menschen andere verletzten. Das heißt, jeden Tag gab es im Durchschnitt einen Verletzten. Das ist viel. Aber die Eisenbahnstraße - Yasmins Zuhause - ist auch lebendig und ziemlich bunt. Weil die Mieten hier recht günstig sind, ziehen neuerdings Künstler und Studenten hierher. Auch die Polizei zeigt mehr Präsenz und will die Straße sicherer machen.

Als Deutsch-Türkin spricht Yasmin mehrere Sprachen. In ihrer türkischen Großfamilie ist sie deshalb oft der Boss: Yasmin übersetzt, wenn ihre Cousine eine Spritze bekommt oder ihr Vater zum Elternabend in die Schule kommt. Und sie managt ihr eigenes Leben auf der Eisenbahnstraße: „Ich mache Taekwondo, das ist ein Kampfsport. Wenn ich den schwarzen Gürtel habe, kann mir niemand etwas tun.“

Mit Musik von Brockdorff Klang Labor!

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