Fledermausmädchen Jacqueline

Farbfilmer

Fledermausmädchen Jacqueline

Dokumentarfilm  von Dinah Münchow und Stephan Liskowsky

ARD Ki.Ka   2014  30 min

Wie klingt ein Haus, ein Baum oder ein Schrank? Für Jacqueline ist das keine komische Frage. Die 13jährige ist blind. Sie sieht nichts, hört dafür aber um so besser. Wie eine Fledermaus. Deshalb nennen sie auch ihre Freunde manchmal so. Jacqueline erkundet ihre Welt mit den Ohren. Sie schnalzt mit der Zunge und kann sich so im Raum orientieren.

Das Schnalzgeräusch verrät Jacqueline, wo eine Wand ist oder eine Telefonzelle. Denn Steinwände oder Glas werfen kleine Echos zurück. Das klingt magisch, doch Jacqueline hat einfach ein richtig gutes Gehör. Sie hört jedes kleinste Knackgeräusch, jeden entfernten Piepton. Sie kann Menschen an ihren Stimmen erkennen und ihre Eltern am Klang des Schlüsselbundes.

Jacquelines liebstes Hobby ist es, draußen mit dem Diktiergerät unterwegs zu sein. Denn sie sammelt Geräusche - wie andere Menschen Schmetterlinge. Jacqueline nimmt alles auf: Klingeln, Schritte auf Kies, Blätterrauschen. In ihrem Computer hat sie schon über 2000 Sounds. Ihr großer Traum ist es, einmal beim Radio zu arbeiten. Deshalb will sie bald ein Praktikum machen und wie ein Profi mit Geräuschen arbeiten. Bei ihrem ersten Besuch in den Studios des Hessischen Rundfunks kommt sie ihrem großen Traum schon ein ganzes Stück näher.