Der blinde Fleck

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Deutschland

Der blinde Fleck

Dokumentation  von Stephan Liskowsky und Dinah Münchow

MDR 3sat RBB  2014  30 min

Sie erhielten Auszeichnungen und machten in der DDR Karriere: Doch einige Mediziner – Klinikleiter, Professoren sogar eine Bezirksärztin  - hatten eine mörderische NS-Vergangenheit. Die Staatssicherheit wusste Bescheid, hatte Beweise für schwere Euthanasieverbrechen gesammelt. Strafrechtlich verfolgte die DDR die Ärzte jedoch nicht. Der sich antifaschistisch inszenierende Staat konnte und wollte auf seine Spitzen-Mediziner nicht verzichten. 

„Der blinde Fleck“ verfolgt die Spuren einiger ehemaliger NS-Ärzte, die zum Teil noch Jahrzehnte lang in der DDR praktizierten und das Gesundheitssystem prägten. Der Film erzählt vom langen Verschweigen und Verdrängen - wie im ostsächsischen Großschweidnitz, wo Ärzte und Pfleger in der NS-Zeit über 5000 Patienten getötet hatten. Nach 1945 arbeitete das Klinik-Personal bis auf wenige Ausnahmen unbehelligt weiter. Die Großschweidnitzer Assistenz-Ärztin Dr. Elfriede Ochsenfahrt stieg sogar bis in die SED-Bezirksleitung von Dresden auf, obwohl Zeugen sie schwer belasteten: Dr. Ochsenfahrt hatte Kindern tödliche Medizin verordnet.

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